Abwasser

Für ein ganzheitliches Wassermanagement ist die zuverlässige Behandlung von Abwässern aller Art vor der Einleitung in die Umwelt einer der wichtigsten Bausteine.

So ist es ein logischer Schritt für ENREGIS nun auch dieses Technologiefeld in das Unternehmen zu integrieren und in einer strategischen Kooperation mit dem Steinbeis- Transferzentrum Meschede unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. C. Schuster, Verfahrenskonzepte und Produkte für die Behandlung von Abwasser zu entwickeln und anzubieten.

Das Steinbeis-Transferzentrum Meschede ist Teil der Steinbeis GmbH und Co. KG für Technologietransfer in Stuttgart, mit Arbeitsschwerpunkt in der Entwicklung von innovativen Verfahren in der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung.

Die Grundlage dieser Tätigkeit basiert auf der jahrzehntelangen Erfahrung der Mitarbeiter und der Anwendung dieses Wissens für die Entwicklung von Verfahren und Technologien.

Diese werden dann mit Hilfe eines modern eingerichteten Labors an Hand von Wasser- und Abwasserproben der speziellen Aufgabenstellung verifiziert. ENREGIS realisiert auf dieser Basis alle Arten von Abwasserbehandlungsanlagen von der Verfahrensentwicklung über Planung, Lieferung und Bau bis hin zur schlüsselfertigen Anlage.

Leistungen

  • Durchführung von Analysen und Erfassung von Abwasserdaten
  • Durchführung von Versuchen mit eigenen Pilotanlagen
  • Beratung und Konzeptentwicklung
  • Verfahrensentwicklung
  • Verfahrensoptimierung in vorhandenen Anlagen
  • Entwurfsplanung/Basic-Engineering
  • Ausführungsplanung/Detail-Engineering
  • Ermittlung von Investitionskosten und Betriebskosten
  • Lieferung von Ausrüstungenund Komplettanlagen • Montageüberwachung und Inbetriebnahme

Tätigkeitsbereiche

Regenwasser

Hierbei stehen hochbelastete Regenwasserabflüsse die mit klassischen Standard Regenwasserbehandlungssystemen wie z.B. Sedimentationsanlagen, Lamellenkläranlagen oder auch Standard Substratlösungen aufgrund hoher oder sehr spezifischer Belastungen nicht gereinigt bzw. behandelt werden können im Fokus des Geschäftsfeldes.

Diese Art von Belastung resultiert häufig aus Niederschlagsabflüssen von hochbelasteten Flächen wie z.B. von Industrieliegenschaften, Altlastenflächen, Deponieflächen, Grünschnittverwertungsflächen oder auch belastete Abläufe von landwirtschaftlichen Flächen (Silage). Hier kommt es nicht nur bei Starkregenereignissen häufig dazu, dass sich Stoffe lösen und mit dem Flächenabfluss in den Kanal oder auch in die Vorflut eingebracht werden.

Grauwasser

Grauwasseraufbereitung
Die Europäische Norm 12056-1 definiert Grauwasser als fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser, wie es etwa beim Duschen, Baden oder Händewaschen anfällt, aber auch aus der Waschmaschine kommt und zur Aufbereitung zu Brauch- bzw. Betriebswasser dienen kann. Grauwasser lässt sich – z. B. durch den Einsatz von Wasserrecycling-Systemen – für eine Zweitnutzung aufbereiten. In der Regel erfolgt die Reinigung auf rein mechanisch-biologischem Weg; neuerdings kommen auch Bio-Membranfilter zum Einsatz. Das so erzeugte Klarwasser ist hygienisch sauber. Es kann für die Gartenbewässerung, den Hausputz und die Toilettenspülung eingesetzt werden; auch Wäsche lässt sich damit unbedenklich waschen (wenn bis zur Badewasserqualität aufbereitet wird, wie das in Europa üblich ist). Bei einem Haushalt mit 4–5 Personen summiert sich die Einsparung auf ca. 90 m³ Wasser pro Jahr. Im Gegensatz zur witterungsabhängigen Regenwassernutzung steht aufbereitetes Nutzwasser immer zur Verfügung.


Nach einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Fachhochschule Wiesbaden lassen sich in Mitteleuropa bereits heute Grauwasser-Anlagen ab einer angeschlossenen Nutzerzahl von etwa 150–200 Personen (also z. B. in Hotels) wirtschaftlich betreiben. Bei hohen Trink- und Abwassergebühren ist eine rasche Amortisation auch sonst wahrscheinlich. Aufgrund des zu erwartenden Anstiegs der Kosten für Wasser und Abwasser wird es als ratsam erachtet, bei einem Neubau oder der Grundsanierung einer Liegenschaft in ein separates Rohrleitungsnetz für die Grau- oder evtl. auch Regenwassernutzung zu investieren. In Gebieten mit größerer Wasserknappheit (z. B. Südeuropa) erscheint das Grauwasserrecycling fast durchweg sinnvoll (vgl. auch Wikipedia)

Industrieabwasser

Chemische Industrie

  • - Pharmaindustrie und Kosmetik
  • - Kunststoffe und Dispersionen
  • - Anorganische Produktion
  • - Tenside und Reinigungsmittel
  • - Pflanzenschutzmittel
  • - Farben und Pigmente

Lebensmittelindustrie

  • - Öle und Fette
  • - Getränkeindustrie
  • - Schlachthöfe und Fleischverarbeitung
  • - Speiseölraffinerie
  • - Delikatessen und Konserven
  • - Milch- und Milchprodukteherstellung

Weitere Industriebereiche

Ölgewinnung und Raffinerien

Papier- und Zellstoffindustrie

Technologien

Physikalisch-chemische Verfahren
Fällung, Flockung, Neutralisation

Mechanische Trennverfahren
Siebung, Sedimentation, Flotation, Filtration, Zentrifugation

Membrantrennverfahren
Mikrofiltration, Ultrafiltration, Nanofiltration, Umkehrosmose

Biologische Abwassereinigung
Kompaktkläranlagen, aerobe Anlagen mit Hochreaktoren, anaerobe Anlagen zur Vorbehandlung

Weitergehende Abwassereinigung
Adsorption mit Aktivkohle, Desinfektion mit UV und Ozonierung

Verfahren zur Schlammbehandlung
Vorbehandlung, Eindickung und Entwässerung von Schlamm